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Hütteninfo

 

Geschichte der Elferhütte

Im Jahr 1933 erbaute unser Vater Andrä Haas geb.1901 - gest.1978 als Bergführer u. Bauer auf den sogenannten Ohrenkopf eine Schutzhütte. Es mußte das gesamte Baumaterial am Rücken hochgetragen werden wobei sein Freund Ribis Roman aus Neustift ein großer Helfer war. Da es im gesamten Umkreis kein Wasser gibt mußte das Regenwasser gesammelt werden. Gesamte Hütte wurde aus Holz gebaut und die Wände mit trockenen Moos isoliert, Licht war aus Gas u. Kerzen, gekocht wurde mit Latschenholz. Die damals angelegten Fußwege von Neustift hoch , übers Pinnistal hoch zur Hütte u. zur Elferspitze dienen heute noch als Wanderwege.

Der Name war damals Neustifter Schihütte und wurde später umgetauft auf Elferhütte. Monika Haas geborene Wallner geb.1908 - gest. 1994 ,seine Ehefrau, hat ihn tatkräftig unterstützt und es war dann  eine Familie mit 5 Kindern . Nebenbei mußte im Tal die Landwirtschaft mitgearbeitet werden . 

 

Im 2. Weltkrieg wurde die Elferhütte ausgeplündert

Nach dem Krieg wurde je nach Möglichkeit wieder renoviert und 1950 konnte man sich ein Pferd leisten um die Transporte zur Hütte leichter zu bewältigen, das bis 1964 zum sogenannten samen ( Pferdetransport auf Rücken) verwendet wurde. 1963 gründeten neustifter Bürger eine Gesellschaft und erbauten 1964 den Elferlift , wobei unsere Familie eine der Hauptunterstützer damals war(finanzielle Hilfe u. Haftungen) , somit konnten dann die Transporte mit dem Lift erledigt werden. Mitte der 50er Jahre wurde ein Wasseraufzug errichtet, wo ca 50 Liter Wasser in 2 Stunden hochgefahren werden konnte. 1964 wurde ein Speisesaalanbau bei der Elferhütte errichtet, Strom durch Dieselagregate errichtet, gleichzeitig eine Materialseilbahn am Schlepplift gebaut um diesen Lift zu errichten. Im Herbst mußte diese Materialseilbahn übersiedelt werden in Hüttennähe für die Transporte der Elferhütte . Beim Elferliftbau mußten wir mit unseren Pferd 1964 die zerlegte Materialseilbahnwinde hochsamen in einigen Etappen damit erst für den Elferliftbau der Bau der Materialseilbahn begonnen werden konnte. Jahre danach mußten Latschenfelder gerodet werden von Hand für die Schiabfahrt .

15.10.1968 Elferhütte total abgebrannt

Es war ein Schicksalstag und alle Mühe war vergebens, denn es wurden nicht nur die Hütte sondern die Materialseilbahn,die Dieselagregate für den Strom,der Wasseraufzug zerstört. Nur ein Drittel des Schaden war durch die Versicherung gedeckt. Also mußten wir neu anfangen und haben es 1969 geschafft die Hütte neu zu bauen und konnten im Dezemzer 1969 wieder eröffnen.Das gesamte Baumaterial mußte mit dem Einsessellift transportiert werden( pro Sessel 1 Kübel Sand oder 1 Ziegel oder 1 Sack Zement, Holztransporte- Deckenträger durch die Länge war schwierig, Stromkabel mußte über die Sessel ausgelegt werden um das befördern zu können etc.) dann alles an der Bergstation lagern und später umladen auf Materialseilbahn.

Bauabschnitte 1969:

Wintermonate 1969 mußten mein Vater und ich per Hand den gesamten Hüttenbrand abtragen und seitlich lagern ! 

Juni Bau der Pumpanlage für Wasserversorgung 500 Höhenmeter und 1300 m Länge, da im Hüttenbereich kein Wasser ist.

Juni Errichtung der Materialseilbahn (zum 4. male neu errichtet)

Anfang Juli Stromkabel zur Hütte ( es mußte alles mit Hand gegraben werden für Wasser und Strom)

Juni Materialtransporte mit Sesselllift pro Sessel 1 Sack Zement etc.

Mitte Juli begann der Wiederaufbau der Elferhütte und an Weihnachten 1969 war das Schlimmste überstanden wobei ein 18 Stundentag normal war ohne einen Tag Freizeit. Beim Dach wurde fast 30 Stunden in einen Zug betoniert ohne Unterbrechung.

Seit 1969 führt der jetzige Hüttenwirt Haas Fritz die Elferhütte und es wurden laufend Verbesserungen , Renovierungen nötig.

Schuldenlast abtragen, restliche Fertigstellungen an der Hütte machen, 1972 Dachisolierung erneuern durch Sturmschaden, 1974 u. 1975 Küche neu , 1981 Wäremeisolierung Aussenfassade u. Anpassung an das Landschaftbild, 1982 Ankauf eines Funktelefon mit Kosten von 180.000.- Schilling,1983 Wanderweg zur Hütte abseits der Piste neu bauen , 1988 oberer Teilbereich ( ca 600 m)der Wasserleitung erneuern, 1992 eine Pumpstation und die Hälfte der unteren Wasserleitung ( ca. 700 m)erneuern, Jahr 2000 Kanalbau ins Tal , da mußten 1000 Höhenmeter und einige Kilometer Länge überwunden werden, sodass alle Abwässer ins öffentliche Kanalnetz eingeleitet werden können (damals fast einzige Hütte). 2005 Materialseilbahn generalsaniert u. neue Seile Antrieb neue Lager , Wanderwege der Umgebung Schäden behoben, Markierungen sowie Gipfelbücher erneuert. Bedenken soll man, dass alle Baumaßnahmen immer in steilen schwierigen Gelände durchzuführen sind. 2004 Renovierung der gesamten Zimmer, Laufend wurde auch der Innenbereich erneuert wie Küche-Speisesaal-WC Anlagen-Kellerbereich)und seit 2003 gibt es Internet auf der Hütte. 2008 wurde im Obergeschoß die WC Anlagen und Dusche erneuert. 2009 Kassensystem erneuert.

2010 Fertigstellung Schneeraupenfahrzeug , diese Gerät haben unsere Freunde( Fam.Pfeiffer Albert u. Silvia sowie Kahl Toni ist leider verst.Jan.2009) gemeinsam mit uns selbst entwickelt, da wir nicht's passendes gefunden haben am Markt. Wir sind unseren Freunden aus dem Schwabenland zu großen Dank verpflichtet !

Getauft haben wir die Maschine

S C H N E E H A A S E 

 2010 Blitzschaden Wasserpumpanlage repariert u. 

Wanderweg zur Hütte saniert.

2011 Wasserpumpstation innen erneuert

nach neuesten Hygienevorschriften.

Neue Funksteuerung für Wasserversorgungsanlage.

Wir haben sehr gute Trinkwasserqualität auf der Hütte !!

Jedes Material  muß immer 1000 Höhenmeter transportiert werden und einige male umgeladen werden! 

Umwelt ist uns wichtig, denn Müll und Abwasser wird im Tal entsorgt und Heizung ist umweltfreundlich und Stromheizung ! 

Also man sieht hier, dass eine Privathütte eine Lebensaufgabe ist und nicht in den Schoß gelegt wird.

All das war aber nur möglich , weil uns immer viele Gäste besuchen und bereit sind auf der Elferhütte was zu konsumieren.

Wir sagen D A N K E 

Ihr Hüttenwirt Haas Fritz mit Familie

( Frau Christine, Söhne Bernd u. Thomas)

 

 

 

 

Ein Blick aus dem Fenster zur Ruderhofspitze